Reisepass für Flussfische

Wer schwimmt denn da?

Querverbauungen von Fließgewässern, zum Beispiel Wehre, Staumauern oder Turbinenanlagen, sind für Fische regelrechte Sperranlagen die sie daran hindern, das ganze Gewässer zu durchwandern und zu besiedeln. Das ist natürlich ökologisch ungewollt. Fischtreppen die an Querverbauungen vorbei führen, können hier eine Lösung sein. Doch muss man um sie fischgerecht bauen zu können wissen, wie sich Fische in strömenden Gewässern orientieren und verhalten. Dazu analysiert man ihre Wanderbewegungen, zum Beispiel mithilfe von Scannern, die man am Eingang funktionierender Fischtreppen installiert. Um dabei sogar Fischindividuen erkennen zu können, verpasst man Fischen eines Beobachtungsgewässers einen "Reisepass". Und das in Form kleiner, nur Reiskorn großer Minisender, so genannter Funk- oder RFID-Chips, für automatisches und berührungsloses Lokalisieren und Identifizieren.

Wenn Wölfe sich mit Hunden paaren

Wolf oder Hund?

Gegner wachsender Wolfspopulationen in Deutschland führen als eines ihrer Argumente ins Feld, dass da die Gefahr bestünde, Hunde könnten mit ihren wilden Vorfahren leicht bastardisieren. Fakt ist aber, dass solche Vermischungen beider Arten - Hunde werden von vielen Biologen inzwischen als eigene Art definiert - faktisch kaum vorkommen. Paart sich jedoch ein Wolf mit einem Hund - oder umgekehrt -, dann stehen die daraus resultierenden Mischlinge als Wolfsabkömmlinge zunächst unter strengem Artenschutz. Aus weiter reichenden Artenschutzgründen, werden sie aber im zu entscheidenden Einzelfall gegebenenfalls aus der Wildtierpopulation entfernt.

Kleiner Pieks mit großen Folgen

"I can get no desinfection"

Ob Wespenstich oder Mückenstich - meist sind sie nur kurzfristig ein schmerzendes oder juckendes Problem. Sofern man nicht Allergiker ist. Und sofern die Insekten nicht Bakterienbomber waren. Je nachdem, wo sich ein solches Insekt zuvor herumgetrieben hat, können sie nämlich mit ihren Stechwerkzeugen so genannte Streptokokken in die menschlichen Blutbahnen eintragen. Das wiederum kann dann Blutvergiftungen nach sich ziehen, mit für die Patienten dann all ihren schwerwiegenden Folgen.

Faunenzerstörung

Falsch gedacht!

Weltweit gelangen immer wieder einmal Heimtiere, ob gewollt oder sträflich bewusst verursacht, in die dort heimische Umwelt - und damit in seid oft Jahrtausenden in ihrem Gleichgewicht fein austarierte Ökosysteme. Ein Beispiel dafür, ist der in den Mississippi geratene Asiatische Karpfen (Hypophthalmichthys molitrix), auch Silberamur genannt. Der unersättliche Planktonfresser wurde einst zur Gewässerreinigung und Nahrungsproduktion ausgesetzt in der irrigen Annahme, dass er sich vor Ort gar nicht vermehren und ausbreiten könne. Heute tritt er invasiv auf und man befürchtet sogar, dass er in Kürze in die nordamerikanischen Großen Seen einwandern könnte, vor deren Toren er bereits angekommen ist. Geschähe das, so stünde zu befürchten an, dass der Fisch das Plankton dieser Seen praktisch leer fräße und so das Seeleben kollabieren ließe. Alle noch so intensiven Bemühungen, den Fisch an seiner unpassenden Stelle wieder los zu werden, sind bislang kläglich gescheitert. Eine Warnung an den Rest der Welt, die heimische Fauna nicht durch anfangs noch so unbedeutend erscheinende Fremdeinträge zu zerstören.

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