LAUSIG, LAUSIG!

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Naturerleben ist faszinierend – selbst im „feindlichen Lager“.

Denn unsere Gartenvögel haben bereits damit begonnen, wieder auf die Jagd nach Blattläusen zu gehen. Diese Pflanzenfeinde schlüpfen nicht nur aus den überwinterten Eiern. Sie werden sogar durch Ameisen auf Wirtspflanzen verteilt und dort verteidigt. Ernähren sich doch die Ameisen auch vom Zuckersaft, den die Läuse als einen Überschuss ihres eifrigen Pflanzensaugens ausscheiden. Dabei stimmt übrigens für Blattläuse nicht die alte Allgemeinheitsregel, der zufolge Schädlinge geschwächte Pflanzen eher als top gesunde befallen. Blattläuse nämlich saugen lieber an Pflanzen, welche üppig „in Saft und Kraft“ stehen und daher nährstoffreichere Zellsäfte haben. Wer jetzt noch Nisthilfen aus dem Fachhandel für Vögel gegen Blattläuse im Garten aufhängen will, muss sich damit beeilen: Viele Arten brüten schon oder in Bälde – sind aber dennoch dankbar für eine Nisthilfe für die zweite Brut. Diese kommt übrigens besser durch, wenn Sie den Eltern zur Aufzucht gehaltvolles Sommervogelfutter anbieten.

WIE LANGE SPINNEN SPINNEN?

Tierische Handwerkskunst:

Wissenschaftler haben untersucht, wie lange Spinnen dazu brauchen, um ein komplett neues Radnetz zu errichten. Das Ergebnis erstaunt. Denn in nur rund fünf Minuten ist das Tier dazu in der Lage, zunächst die Rahmenfäden zu setzen und darin die Speichenfäden zu ziehen. Die um die exzentrisch gelagerte Netzmitte herum kreisförmig angeordneten Fangfäden (genauer ist es ein Endlosfaden) brauchen noch einmal zwanzig Minuten bis zur Fertigstellung. Insgesamt, verbaut die Spinne dabei Fadenmaterial von etwa 20 Meter Länge. Ein Spinnenfaden hat eine Dicke von etwa einem tausendstel Millimeter.

Die Männchen sind harmlos

Alarm im Wassereimer:

Wer die Sommermonate gerne dazu nutzt in warmen Nächten bei offenem Fenster zu schlafen, macht zuvor besser noch einen Gartenrundgang. Kontrolle ist nämlich angesagt, dass nicht irgendwo Eimer, Übertöpfe & Co. herumstehen, in denen Regen- oder Gießwasser herumsteht. Die nämlich, nutzen Stechmücken, um dort ihre Eier in stehendem Wasser abzulegen - kleine Wassermengen reichen ihnen bereits aus. Schon bald schlüpfen aus den Eiern Larven, schlüpfen aus den Larven Stechmücken. Und die haben einen feinen Sinn für den Geruch von Menschenschweiß. Ein Leichtes für sie, ihre nächtlich schlafende Beute zu finden - und anzuzapfen. Bei den Stechmücken, pieksen übrigens nur die Weibchen. Männliche Stechmücken im Schlafzimmer, erkennbar an ihren großen, gefiederten Antennen, können Sie also künftig getrost leben lassen ...

Sommergarten und Waldspaziergang

Wenn die Blätter Pocken kriegen:

Wer mal genauer hinschaut, entdeckt in seinem Sommergarten oder aber beim Spaziergang durch die Natur auffällige "Pocken" auf Blättern von Bäumen und Sträuchern. Diese "Pocken" sind meist gelblich gefärbt und erheben sich rundlich oder spitz zulaufend deutlich über die Blattoberfläche. Diese kuriosen Erscheinungen werden durch Milben verursacht. Bricht man eine Galle auf (so nennt man diese "Pocken" bei ihrem richtigem Namen), treten die Gallmilben krabbelnd zutage. Die Pflanze arbeitet hier nämlich mit einem Trick: Sie schließt die sie befallenden Schädlinge einfach in einen "Knast" ein. Dazu sperrt sie die Milben in eine Gewebezelle - die Gallen. Solche Gallen zu produzieren ist für sie zwar aufwändig. Aber es verhindert, dass sich die Gallmilben überall auf der Pflanze ausbreiten und so noch größeren Schaden verursachen. Findet sich in einer Galle statt vieler Milben nur eine Made, dann waren nicht Gallmilben die Verursacher der Galle, sondern z.B. eine Gallwespe.

Schnorcheln mit den Schweinen

Lassen Sie doch mal die Sau raus!

Auf der Westkante der Bahamas liegt der kleine Regionalflughafen Staniel Cay. Von dort ist es nur ein Schweine- pardon: Katzensprung hinüber auf die Nachbarinsel Big Major's Cay. Auf diesem unbewohnten Eiland hatten die Anwohner der Region während des Golfkriegs eine Rotte Hausschweine ausgesetzt, gedacht als ein fettes Zubrot in für sie wirtschaftlich mager gewordenen Zeiten. Besucher die sich vor dem heutigen "Pic Beach" von ihren Booten aus zum Schnorcheln ins Wasser begaben, wurden dort schon bald von ihnen entgegenschwimmenden Schweinen begrüßt. Der Lernerfolg der klugen Rüsseltiere: Wo Bootsmotoren zu hören sind muss man nur hinschwimmen, um da irgendwo auch was zu fressen zu kriegen. Inzwischen sind die Bahamas-Schwimmschweine zu einer echten Attraktion für Urlauber geworden

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