Die Männchen sind harmlos

Alarm im Wassereimer:

Wer die Sommermonate gerne dazu nutzt in warmen Nächten bei offenem Fenster zu schlafen, macht zuvor besser noch einen Gartenrundgang. Kontrolle ist nämlich angesagt, dass nicht irgendwo Eimer, Übertöpfe & Co. herumstehen, in denen Regen- oder Gießwasser herumsteht. Die nämlich, nutzen Stechmücken, um dort ihre Eier in stehendem Wasser abzulegen - kleine Wassermengen reichen ihnen bereits aus. Schon bald schlüpfen aus den Eiern Larven, schlüpfen aus den Larven Stechmücken. Und die haben einen feinen Sinn für den Geruch von Menschenschweiß. Ein Leichtes für sie, ihre nächtlich schlafende Beute zu finden - und anzuzapfen. Bei den Stechmücken, pieksen übrigens nur die Weibchen. Männliche Stechmücken im Schlafzimmer, erkennbar an ihren großen, gefiederten Antennen, können Sie also künftig getrost leben lassen ...

Klimawandel lässt die Sau raus!

Wie wild ist das denn?

In Deutschland hat die Anzahl der Wildschweine drastisch zugenommen. Wildbiologen machen dafür zwei wesentliche Gründe aus: In zuletzt warmen Wintern, haben die Wildschweine öfter und länger ihre Frischlinge geboren. Diese haben die frostige Zeit zudem in größeren Stückzahlen überlebt. Zudem stehen die Buchen seit einigen Jahren unter dem Wärmestress ansteigender Jahresdurchschnittstemperaturen. Das lässt sie häufiger in Notblüte geraten und umso mehr Bucheckern produzieren. Reichlich Bucheckern als Nahrung, mästet die Wildschweine und lässt sie mehr Junge durchbringen. Nicht selten, dringen Wildschweine inzwischen bis in Wohngebiete vor und plündern dort, was der Garten an Leckereien zu bieten hat - und "pflügen" den Rasen auf der Suche nach Würmern und Larven um.

Über den Dächern von Brooklyn

Dachfarmen im Betonmeer:

Wer in der Großstadt lebt, hat meist auch die größere Sehnsucht nach der Natur. In New York hat sich eine Gruppe von rund 300 Taubenhaltern etabliert, die dort auf den Dächern über der Stadt seit Jahren in geräumigen Volieren Rassetauben hält. So eng ist die Beziehung zwischen Vogel und Mensch, dass die Tiere gelernt haben, auf unterschiedliche Pfiffe ihrer Halter entsprechend punktgenau zu reagieren. Schrille Pfiffe bedeuten beispielsweise das Kommando, beim Fliegen noch höher in die Luft aufzusteigen. Pfeift der Taubenhalter allerdings in ruhigem Ton tieferer Tonlagen so wissen die Tiere, dass es Zeit ist in den Taubenschlag zurückzukehren - denn jetzt ist Füttern angesagt.

Welche Farbe hat das Ei?

Darf's ein bisschen grüner sein?

Hühnerhaltung wird im Rahmen des so genannten City Farmings immer beliebter. Dabei geht es den Hühnerhaltern weniger um den Fleischertrag, als vielmehr um die üppige "Eierernte". Um die 320 Eier legt ein auf Legeleistung gezüchtetes Hybrid-Legehuhn. Nur etwa die Hälfte Eierertrag gibt es demgegenüber von der Rasse "Welsumer", die hingegen für ihre Winterfestigkeit berühmt sind. Welche Farbe die Eierschale einer Hühnerrasse hat, lässt sich zumeist an der Ohrscheibe der Tier erkennen, seitlich am Kopf: Ist sie rot, sind die Eierschalen braun. Befindet sich dort hingegen ein weißer Tupfer, sind die Eierschalen weiß. Immer beliebter werden so genannte "Grünleger" (z.B. die Rasse Araucana), deren Eierschalen lindgrün ausgefärbt sind.

Fressmaschinen auf dem Weg zum schmucken Falter

Hau rein!

Raupen gelten gemeinhin als gefräßig. Und in der Tat benötigen sie einiges an Nahrhaftem, um nach dem Schlüpfen aus ihrem Mini-Ei zu einer fetten Raupe heranzuwachsen und genügend Energie für die Verpuppung zum Schmetterling anzusammeln. Die Raupen der Motten, einer Familie der Gattung der Kleinschmetterlinge, tun sich dabei als Nahrungsspezialisten hervor: Die Larven der Weinkellermotten laben sich an nahrhaften Schimmelpilzen, wie sie sich in Gärkellern tummeln. Die der Kleidermotten zerlegen Naturfasern von allerlei Gewebtem, Raupen der Pelzmotten ehemalige Haarkleider. Tapetenmotten-Teenies hingegen, finden Papierfasern und den dazugehörigen Kleister klasse. Und natürlich gibt´s da noch Mehlmotte, Kornmotte, Dörrobstmotte und, und, und ...

Wen wurmt das schon?

Bodenpersonal:

Nach Regenschauern tummeln sie sich in wahren Massen auf dem Erdboden, denn das einsickernde Wasser treibt Regenwürmer aus ihren unterirdischen Verstecken heraus, indem sie dort zu ertrinken drohen. Auch wenn sie mal aufs Töpfchen müssen, verrichten Sie ihr Geschäft oft oberirdisch - leicht erkennbar an den typischen Erdhäufchen. Diese bestehen aus einer nun für Pflanzen sehr nahrhaften Mischung aus Erde und Dünger. Dieser rührt daher, dass das vom Wurm seinerzeit gefressene Pflanzen-Erde-Gemenge zwar den Darm passiert hat, währenddessen aber trotz tatkräftiger Unterstützung durch die Darmpilze und Darmbakterien des Wurms nicht vollständig leer gefressen werden konnte. Die Pflanzen freut´s. Kommen sie so doch schnell an Nahrung, die ihnen sogar bis direkt an die Wurzeln ausgeliefert wird.

Keine Angst dort, wo's jetzt spukt!

Jetzt sind sie wieder aufgewacht:

Wenn es in diesen Wochen in Kammern und auf Dachböden wieder zu rumpeln beginnt, so ist das in vielen Fällen der sichre Hinweis darauf, dass die Seit Oktober des Vorjahres schlummernden Siebenschläfer wieder erwacht sind und ihr spukhaftes Unwesen treiben. Speziell dann, wenn sie Junge haben und mit ihnen später üblicherweise nächtens umherziehen. Siebenschläfer sind streng geschützt, weswegen sie nicht bejagt oder behelligt werden dürfen. So possierlich sie ihrem Beobachter auch erscheinen mögen: Finger weg. Die Nager haben spitze Zähne und kräftige Backenmuskeln!

Kletterkünstler auf dem Kopf

Festhalten im Sixpack:

Insekten haben sechs Beine - weiß doch jeder. Also haben auch Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) sechs. Ihre "Füße" sind als eine Art Klapphaken so gebaut, dass sie sich damit fest an ein Menschenhaar klammern können. Bewegen sie sich dann von einem zum andern Stränchen, müssen sie dabei immer nur ein, zwei Haken lösen, können sich aber mit den anderen fest verankern. Wäre ja auch blöd, wenn sie endlich einen Menschen zum Anstechen und Blutsaugen gefunden hätten und von ihm vor lauter Ungeschicklichkeit beim Klettern gleich wieder herunter purzeln würden ...

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