IMMER STÄRKER BEDROHTE VOGELWELT

War's das mit unseren heimischen Flattermännern?

Um für die Versorgung ihrer Rinder ausreichend Heu zu haben, bewirtschaften Bauern ihre Wiesen sehr intensiv und mähen sie zur Gras-, Silage- und Heugewinnung, nämlich bis zu fünf Mal pro Jahr. Früher geschah das nur etwa zweimal jährlich - für große Insekten, wie Grillen und Heuschrecken, ausreichend Möglichkeit, sich in der Zeit zwischen zwei Mahden zu vermehren und anschließend zum Vollinsekt auszuwachsen. Heute hingegen, zerstört häufiges Mähen die Lebensräume von Großinsekten, auf die beispielsweise Störche, Greifvögel wie Turmfalken und nicht zuletzt Neuntöter als Teil ihrer Nahrung angewiesen sind. Das zeigt: In mehr und mehr aufgeräumter Kulturlandschaft, sind mangels Blüten-, Samenpflanzen und Kleininsekten nicht nur Singvögel in Sachen Nahrungsgrundlagen zunehmend ernst bedroht.

GARTENVÖGEL AUCH IM SOMMER UND HERBST FÜTTERN

Zunehmend intensive Landwirtschaft führt dazu, dass in weiten Teilen des Landes das Futter für Wild- und Gartenvögel knapp wird. Wo Wildkräuter mit ihren Blüten (Insekten!) und Samen verschwinden, reduziert dich der Speiseplan der gefiederten Freunde mitunter drastisch.

Dem wirkt die Ganzjahres-Wildvogelfütterung entgegen. Entscheidend dabei ist die Zusammensetzung des Futters, das art- und schnabelgerecht auf die zu fütternden Vögel abgestimmt sein muss. So können die meisten Gartenvogelarten mit ganzen Getreidekörnern (Billigkomponente im Vogelfutter) nichts anfangen, sondern benötigen stattdessen weichgewalzte, von unbehandeltem Rinderfett ummantelte Haferflocken - wie es in so genanntem Mischfutter enthalten ist. Wird Futter nach einer gewissen Gewöhnungsphase an eine Futterstelle im Garten von den Vögeln nicht angenommen und wird es besonders nicht vollständig verzehrt (z.B. bleiben Getreidekörner und Feinsaaten liegen), stimmt oftmals die Rezeptur des Futter nicht (→ zu Premiummarke wechseln).

Besonders sauber bleibt der Futterplatz, wenn Sie den Tieren schalenloses Futter geben. Besonders schnell und einfach gelingt die Fütterung der Vögel in Gärten und Parks mit Meisenknödelspendern und so genannten Vögelschmäusen, die Sie katzen- bzw. raubtiersicher ins Gezweige der Gartengehölze hängen.

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